Bessere Drehbücher – aber wie?

Die Klage über schlechte Drehbücher ist ja fast so alt wie die Menschheit. Doch während man in Deutschland immerhin noch gerne auf die großartigen Drehbücher amerikanischer Filme und Fernsehserien verweist, klagt die Branche in Hollywood über ihre Bücher genauso wie wir über unsere.

Der unter dem Pseudonym Carson Reeves schreibende „Scriptshadow“ versucht anlässlich des fünften „Die Hard“ Films auf seinem Blog zu erklären, warum die Drehbücher vieler sündteurer Studioproduktionen – man denke nur an Mega-Flops wie „Battleship“ oder „John Carter“ – eigentlich so miserabel sind. Dabei beginnt er mit dem Offensichtlichen: Drehbücher schreiben ist schwierig – viel schwieriger, als man auf dem ersten Blick meint.

Aber das Problem ist vielschichtig, einfache Lösungen gibt es nicht. Reeves zählt in seinem Artikel viele altbekannte Probleme auf, kommt aber schließlich auch zu ein paar interessanten Anregungen. So schlägt er vor, dass die großen Studios dem Vorbild Pixar folgen und wieder, wie in ihrer Anfangszeit, einen festen Stamm von Autoren beschäftigen sollten. Wenn man bedenkt, wie viele Fernsehserien mit ihren erstklassigen Writers‘ Rooms dem Kinofilm in punkto Qualität, Kreativität und Innovation inzwischen den Rang ablaufen, ist das gar keine so abwegige Idee.

Allerdings würde so etwas die gewachsenen Strukturen des Filmgeschäfts ganz schön auf den Kopf stellen. Wie sagte der legendäre Produzent Irving Thalberg doch so schön? “The writer is the most important person in Hollywood. But we must never tell the sons of bitches.”

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