Der Sommer der B-Movies

Jetzt hat es das Thema sogar auf Zeit Online geschafft: es ist zwar schon ein paar Wochen her, dass Steven Spielberg und George Lucas den Untergang Hollywoods prophezeit haben, aber nachdem seitdem eine ganze Reihe sündhaft teurer Sommer-Blockbuster an der Kinokasse enttäuscht haben, scheint die Kino-Apokalypse nun unmittelbar bevor zu stehen.

Statt der teuren Special-Effects-Filme haben die Zuschauer in den USA in den letzten Wochen eher Filme wie Adam Sandlers „Kindsköpfe 2“ bevorzugt, wie die LA Times in ihrem Beitrag über die Blockbuster-Flops feststellte. Gut funktioniert haben außerdem eine ganze Reihe von Genre-Filmen mit kleinem Budget, allen voran „The Conjuring“, der gestern bei uns angelaufen ist. Der Sommer der Blockbuster-Flops ist damit für andere inzwischen schon der Sommer der B-Movies.

So langsam scheint sich in den Führungsetagen der Studios die Erkenntnis zu verbreiten, dass es so nicht weitergehen kann. Mit zu vielen, zu ähnlichen teuren Mega-Blockbustern haben sie den Bogen ganz offensichtlich überspannt.

Ob das gleich zu einer kreativen Renaissance führen wird, sei dahingestellt. Mit kleineren Filmen und originelleren Geschichten tut sich das Studio-System traditionell eher schwer, wie Steven Zeitchick, in der LA Times feststellt.

Man kann also weiterhin nur hoffen, dass die Studios in Zukunft wieder weniger auf vermeintlich todsichere Rezepte und Megafilme aus der Retorte setzen und ungewöhnlicheren Geschichten wieder mehr Chancen geben.

Update: Jetzt hat auch noch die Süddeutsche nachgezogen: „Das Blockbuster-Imperium schlägt zurück“

Grownups

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