Warum Deutschland für Hollywood immer noch wichtig ist

Der Hollywood-Reporter beschreibt in einem äußerst aufschlussreichen Artikel, dass der Filmmarkt Deutschland für Hollywood eher noch wichtiger geworden ist, als er ohnehin schon war. “If you can’t sell your film to Germany, don’t bother making it“, sagte Mark Gill auf einer Konferenz im Rahmen des AFM in Los Angeles.

Allerdings hat der deutsche Markt auch seine Besonderheiten, auf die amerikanische Finanziers Rücksicht nehmen müssen. Im Gegensatz zu anderen Ländern tut sich bei uns Western und Horror äußerst schwer und auch reines Drama lockt nur im Ausnahmefall genug Leute ins Kino. Achim Rohnke von der Bavaria erklärte auf dem Panel die Genreaufteilung auf dem deutsche Kinomarkt: „32 percent comedies, 24 percent action films and 14 percent children’s films. Together that’s two-thirds of the audience. So if you want to sell to Germany, make one of those three genres.“

Während der Finanzierungsbeitrag anderer europäischer Länder im Rahmen von Pre-Sales in den letzten Jahren drastisch eingebrochen ist, können die deutschen Auswertungsrechte bis zu 10 Prozent zum Budget eines Films beitragen. Ein Film wie „Rush“ wäre ohne deutsche Ko-Finanzierung nie entstanden.

Auch wenn die Zeiten von „stupid German money“ längst vorbei sind – für Hollywood bleibt Deutschland ein wichtiger Zahlmeister.

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