Zwei verschiedene Welten

Alle Welt redet derzeit über Netflix und „House of Cards“ – aber wie viele Menschen gucken die Serie tatsächlich? Auf Sat.1 war sie jedenfalls ein veritabler Flop, was den ein oder anderen Fernsehkritiker prompt an den Zuschauern verzweifeln ließ.

Tatsächlich ist es aber auch in den USA so, dass Serien wie „House of Cards“, „Girls“ oder „True Detective“ zwar die Berichterstattung beherrschen, von den Zuschauerzahlen her aber längst nicht an populäre Network-Serien wie „Navy CIS“ herankommen, wie Derek Thompson in einem lesenswerten Artikel für den „Atlantic“ feststellt.

Thompson bringt es sehr gut auf den Punkt, wenn er schreibt, dass die Welt in der Filmkritiker leben, eine ganz andere ist als die der Menschen, die immer noch in sehr großer Zahl konventionelle Fernsehserien im linearen Fernsehen ansehen – über die diese Kritiker wiederum so gut wie nie etwas schreiben.

Allen kulturpessimistischen Untergangsprognosen zum Trotz kann man nur sagen: das war schon immer so. Was neu ist, ist, dass es Fernsehserien gibt, die Thema der Kulturkritik sind. Und das ist doch immerhin schon mal eine Verbesserung.

Is House of Cards Really a Hit? - Derek Thompson - The Atlantic 

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