Wie Amazon Serien macht

Dass Netflix groß ins Seriengeschäft eingestiegen ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Weniger bekannt ist, dass auch Amazon eigene Serien produziert, um für seinen Streaming-Service exklusiven Content anbieten zu können.

Amol Sharma beschreibt in einem Artikel für das Wall Street Journal, wie bei Amazon Studios Produktionsentscheidungen getroffen werden. Wenig überraschend spielt beim Entscheidungsfindungsprozess des Online-Händlers Big Data eine herausragende Rolle.

Anders als Netflix, das gleich ganze Serienstaffeln in Auftrag gibt, beauftragt Amazon wie die Fernsehsender zunächst einmal Piloten. Im Gegensatz zu diesen hat Amazon jedoch wesentlich tiefere Einblicke in das Sehverhalten der Abonnenten, die es dank ihres bisherigen Kaufverhaltens vielleicht besser kennt als die sich selbst. Auch persönliche Empfehlungen und Nutzerkommentare gehen in die Algorithmen zur Berechnung des zu erwartenden Publikumserfolgs einer geplanten Serie ein.

Statt des Bauchgefühls eines Programmchefs entscheiden bei Amazon – wie bei Netflix – also letztlich Algorithmen darüber, was und was nicht produziert wird.

Für die Kreativen ist das aber offenbar allemal angenehmer. Jedenfalls erklären die sich überwiegend begeistert über die großen Freiheiten, die ihnen gelassen werden. Aber vielleicht ist auch das nur eine Frage der Verfeinerung der Algorithmen.

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